Die geschichtliche und organisatorische Entwicklung der Hauptschule Hainburg

Errichtung der Bürgerschule

1907 wurde mit dem Bau einer Bürgerschule für Knaben und Mädchen begonnen. Am 8. September 1908 wurde die Schule feierlich eingeweiht und durfte zur Erinnerung an das 60. Regierungsjubiläum des österreichischen Kaisers den Namen "Kaiser Franz Josef I. Jubiläums-Bürgerschule" führen.

Organisation der Bürgerschule

Die dreiklassige Bürgerschule folgt der fünfklassigen, allgemeinen Volksschule. Sie soll die theoretische fachliche Vorbildung leisten und die Schüler auf den Besuch von Fachschulen, bzw. höheren Schulen vorbereiten.

1908 wird für insgesamt 205 Knaben und Mädchen mit je einem 1. und einem 2. Jahrgang der Bürgerschulbetrieb in Hainburg begonnen.

Einführung der Hauptschule 1927/28

Mit dem Ende der 4. Klasse der Volksschule werden die Schüler nach ihren Leistungen zum Besuch des Ersten oder des Zweiten Klassenzuges der vierklassig (5. bis 8. Schulstufe) geführten Hauptschule eingeteilt.

Im Schuljahr 1933/34 hat die Hauptschule in Hainburg ihre volle Organisationsform mit 16 Klassen (je 8 Knaben- und 8 Mädchenklassen in 4 Schulstufen, zweizügig geführt) und insgesamt 571 Schülerinnen und Schülern erreicht.

Hauptschule 1938/39 und "Mittelschule"

Mit Beginn des Schuljahres 1938/39 wird an die Hauptschule eine Mittelschule (5. und 6. Klasse) mit "kleinem Abitur" angeschlossen. Die Absolventen der 4. Klassen Hauptschule können freiwillig in die 5. Klasse übertreten. Die allgemeine Schulpflicht endet mit dem 4. Hauptschuljahr.

1940 wird das Schuljahr in Trimester eingeteilt und die zehnstufige Notenskala eingeführt.

Hauptschule 1947/48

Die 5. und 6. Klasse sind 1946 ausgelaufen, die Hauptschule wird wieder zweizügig in 4 Jahrgängen geführt. Probeweise wird ein "9. Schuljahr" eingeführt.

1952/53 wird mit 652 Schülerinnen und Schülern in 18 Klassen der höchste Schülerstand an der Hauptschule Hainburg verzeichnet.

1953 – 1955 erfolgt ein Zubau von 6 Klassen, 2 Werkräumen und mehreren Nebenräumen.

1968 – Trennung der Doppelhauptschule in zwei eigenständige Schulen

Mit 1.1.1968 wird die, bisher als Doppelhauptschule geführte, Schule in zwei selbstständige Hauptschulen umgewandelt mit zwei Schulleitungen und getrennten Lehrerkollegien.

An der Hauptschule für Knaben unterrichten 12 Lehrkräfte in 8 Klassen und im angeschlossenen Polytechnischen Lehrgang insgesamt 227 Schüler, an der Hauptschule für Mädchen unterrichten 11 Lehrkräfte 242 Schülerinnen in 8 Klassen.

1975 – Hauptschule I und Hauptschule II Hainburg

Die Trennung nach Geschlechtern wird aufgehoben und die Koedukation eingeführt. Damit ist eine Änderung der Schulbenennung notwendig. Die Hauptschule für Knaben wird in Hauptschule I und die Hauptschule für Mädchen wird in Hauptschule II umbenannt.

Die "neue Hauptschule" 1985

Aufhebung der Klassenzüge, die Schüler werden in so genannte "heterogene Stammklassen" eingeteilt (nicht nach ihren schulischen Leistungen). In den Unterrichtsfächern Deutsch, Englisch und Mathematik werden die Schüler in Gruppen (meist 3) eingeteilt und nach einem Beobachtungszeitraum von 10–15 Wochen in drei Leistungsgruppen eingestuft.

Förderunterricht soll dazu beitragen, dass ein Abstufen verhindert, ein Aufstufen ermöglicht werden kann.

Der Lehrplan der I. Leistungsgruppe ist identisch mit dem, des Gymnasiums. Ein Nicht Genügend in einem dieser leistungsdifferenzierten Gegenstände bedeutet eine Abstufung in die niedrigere Leistungsgruppe, ein Sehr Gut die Aufstufung in die höhere.

1992 – Einführung der "Schulautonomie"

Die "Schulautonomie" gibt den Schulen einen gesetzlichen Rahmen vor, in dem Änderungen der Stundentafel ermöglicht werden, um standortbedingte Möglichkeiten zur Individualisierung auszunützen oder unterrichtsmäßige Schwerpunkte zu setzen. Da rund 60 % der Abgänger der HS Hainburg einen weiteren schulischen Bildungsweg einschlagen, wurde nach Befragung von Lehrern, Eltern und Schülern nicht auf eine Schwerpunktsetzung hingearbeitet, sondern versucht ein breites Bildungsangebot mit Forcierung der Fremdsprachen und der Informationstechnologien zu ermöglichen (ab 1994).

Im September 1992 wird die im Schulhof neu errichtete Sportanlage mit 3 Laufbahnen zu 60 m, zwei Sprungbahnen und einem Volleyballfeld eröffnet.

1996 – 1998 Ausbau des Dachgeschosses: 4 Gruppenräume, eine Bibliothek, ein Musikzimmer, ein Werksaal für Textiles Werken und einige Nebenräume werden im Dachgeschoss eingerichtet.

1999 – Einführung der "5-Tage-Woche"

Mit dem Schuljahr 1999/2000 wird an den beiden Hainburger Hauptschulen die 5-Tage-Woche eingeführt. Parallel dazu werden im Rahmen der Schulautonomie Umstellungen der Stundentafel vorgenommen und Informatik und Englische Konversation in den verpflichtenden Fächerkanon aufgenommen.

1999 wird der Schulversuch "Englisch als Arbeitssprache" eingeführt.

2000 wird ein zweiter Informatikraum eingerichtet und begonnen, die Klassen mit Computern auszustatten.

2001 sind alle Klassen mit PCs ausgestattet.

2002 – der Physiksaal und die Schulküche werden umgebaut und neu eingerichtet.

2002 – Änderung im Schulsprengel der Hauptschulgemeinde

Durch ein Landesgesetz vom 28.12.2001 werden die Katastralgemeinden der Gemeinde Scharndorf, Regelsbrunn und Wildungsmauer dem Schulsprengel Bruck/L zugeteilt. Dem Schulsprengel Hainburg pflichtig sind nun die Gemeinden: Hainburg, B.D. Altenburg, Berg, Haslau a. d. Donau, Hundsheim, Petronell, Prellenkirchen (Deutsch Haslau, Schönabrunn) und Wolfsthal.

Die Finanzierung der Schulen und der Hauptschulgemeinde erfolgt durch die Sprengelgemeinden, deren Beiträge sich nach der Zahl der die Schule besuchenden Kinder richtet.

2003 – der Informatikraum I wird mit neuen Geräten ausgestattet.

2003/04 – Änderung der Stundentafel

1. Klasse 28 Stunden (kein Nachmittag)
Einführung i. d. Informatik (UÜ)
Einführung d. UÜ Slowakisch
2. Klasse 30 Stunden (1 verpflichtender Nachmittag)
Informatik (UÜ); B. Gestalten (Kurse)
3. und 4. Klassen 31 Stunden (1 verpflichtender Nachmittag)
Französisch, Englische Konversation (Kurse),
Informatik (Kurse), Maschineschreiben (Kurs), Ernährung u. Haushalt (4. Klasse; Kurs)

2012/13 – NNÖMS -  Neue Niederösterreichische Mittelschule 

Start der NNÖMS mit den ersten Klassen im Schuljahr 2012/13.

Im Rahmen der Richtlinien zur Neunen Niederösterreichischen Mittelschule wurde auch die Stundentafel geändert:

Die Schüler und Schülerinnen können nach der 2. Klasse ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend aus drei angebotenen Schwerpunkten wählen:

Sprachlicher Schwerpunkt

Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt oder

Lebenskundlicher Schwerpunkt

Die HAK / HAS Bruck an der Leitha wird Partnerschule und sendet Lehrer an die NMS, die gemeinsam mit den Lehrern der NMS den Unterricht gestalten.

Die Hauptschulklassen laufen aus.